Diagnosetagung Dresden 2026: DSA zeigt SOVD als Enabler für den gesamten Fahrzeuglebenszyklus

Auf der diesjährigen Diagnosetagung in Dresden präsentierte DSA aktuelle Ansätze zur Weiterentwicklung der Fahrzeugdiagnose im Kontext softwaredefinierter Fahrzeuge. Im Fokus stand dabei die konsequente Nutzung von SOVD (Service-Oriented Vehicle Diagnostics) als Grundlage für durchgängige Diagnoseprozesse über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus hinweg.

Im Rahmen des Fachprogramms präsentierte Dr. Boris Böhlen den Beitrag „On-Board-Diagnose mit SOVD in der Fahrzeugproduktion: Architektur und Praxiserfahrung“. Anhand eines Serienprojekts wurde gezeigt, wie sich klassische Off-Board-Diagnosekonzepte in der Produktion durch eine On-Board-Lösung ersetzen lassen.

Kern des Ansatzes ist die Verlagerung der Diagnosefunktionalität in das Fahrzeug. Ein integrierter SOVD-Server übernimmt die Ausführung der Diagnoseabläufe, während externe Testsysteme primär eine unterstützende Rolle einnehmen. Die Diagnose wird damit von einer externen Funktion zu einem Bestandteil der Fahrzeugarchitektur.

Die vorgestellte Architektur ermöglicht eine flexiblere Gestaltung von Produktionsprozessen. Diagnoseabläufe können unabhängig von festen Prüfplätzen ausgeführt und entlang der Produktionslinie verteilt werden. Gleichzeitig reduziert sich der Bedarf an dedizierter Testerhardware erheblich, wodurch sich sowohl der Logistikaufwand als auch die Betriebskosten verringern.

Ein weiterer Aspekt ist die Wiederverwendbarkeit von Diagnoseartefakten über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Diagnosefunktionen, die im Engineering erstellt und validiert wurden, lassen sich in der Produktion sowie im After-Sales-Kontext weiterverwenden. SOVD stellt hierfür eine einheitliche Schnittstelle bereit, die den Zugriff auf klassische Steuergeräte und HPC-basierte Systeme konsistent abbildet.

Parallel zum Vortrag präsentierte DSA auf der Fachausstellung seine SOVD-basierte Diagnoselösung im Kontext der gezeigten Architektur. Ergänzend wurde die Engineering-Toolkette vorgestellt, die eine durchgängige Unterstützung von der Erstellung über die Validierung bis hin zum Einsatz von Diagnoseartefakten ermöglicht.

Die Kombination aus SOVD-Lösung und Engineering-Toolkette adressiert insbesondere die Anforderungen an Konsistenz und Effizienz in Diagnoseprozessen. Durch die durchgängige Nutzung gemeinsamer Artefakte lassen sich redundante Implementierungen vermeiden und Änderungen über alle Phasen hinweg konsistent umsetzen.

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